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Shoegate 2.0

Die Nacht hat eigentlich so gut begonnen. Schon kurz nach 19 Uhr haben beide Kinder geschlafen und wir wollten auch früh schlafen gehen.

Leider ist Luna dann mitten in der Nacht aus ihrem Bett gefallen (wir haben hier nur ein größeres und zwei kleinere Betten).

Verletzt hat sie sich zum Glück nicht, aber trotzdem waren alle erst einmal wach.

Beide Kinder sind die nächsten zwei Stunden auch nicht mehr eingeschlafen und als endlich die Augen zu waren, ist Leo erneut erwacht…

Irgendwann gegen 4 oder 5 Uhr ertönte draußen dann noch ein buddhistischer Gebetsgesang, der mich zumindest aber direkt hat einschlafen lassen.

Natürlich haben wir dann am Morgen etwas verschlafen und das für 8:30 Uhr bestellte Frühstück leicht verpasst. War aber natürlich kein Problem. Wir sind die einzigen Gäste hier.

Als wir die Zimmertür öffneten, offenbarte sich jedoch ein weiteres Problem. Bei Kathrins und Lunas Schuhen fehlte gut die Hälfte. Ein schuhhungriges Raubtier ist in der Nacht heimtückisch über unser Schuhwerk hergefallen.

Unser ursprünglicher Verdacht, dass sich ein Leopard auf unsere Terrasse geschlichen hat, konnte sich jedoch nicht nachhaltig erhärten. Im Internet konnte ich keine Quelle oder Hinweise finden, dass Leoparden Schuhe essen.

Die Gastgeberin kam auch direkt zu uns und hat berichtet, dass es sich beim Übeltäter wohl um den Nachbarshund handelt. Sie hat noch die restlichen Schuhe retten können, indem sie diese oben auf die Mauer gestellt hat.

Unsere Schuhproblematik hält also weiter an:

Kathrin: Von 3 auf 1 Paar

Tomas: Von 1 Paar auf Null, Badelatschen hab ich aber noch

Luna: Von 2 auf 1 Paar + Sandalen

Beim nächsten Stopp in Kandy müssen also dringend neue Schuhe her…

Das Frühstück war im Gegensatz zu der Unterkunft in Negombo typisch singhalesisch.

Es gab eine Art gewürztes Spiegelei, mehrere Arten Pfannkuchen und eine Teigtasche aus Nudeln, gefüllt mit Kokospaste.

Gewöhnungsbedürftig für den deutschen Heinz, aber ganz lecker!

Zudem wurde natürlich original singhalesischer Tee serviert, während die Gastgeberfamilie Leo umhergetragen hat.

Nach dem Frühstück haben wir die Gegend erkundet. Nur wenige Hundert Meter entfernt liegt ein buddhistischer Tempel und dahinter ein See.

Der direkte Zugang zum See war jedoch erneut von einer riesigen Pfütze versperrt.

Kathrin wollte in ihrem jugendlichen Leichtsinn natürlich direkt hineinhüpfen und ihr letztes Paar Schlappen gen Himmel schicken.

Zum Glück konnten wir sie noch aufhalten und davon überzeugen, dass das wohl nicht die beste Idee ist.

Luna dagegen war ganz fasziniert von den vielen bunten Schmetterlingen auf dem Weg.

Auf dem Rückweg sind wir noch kurz den Tempel hinaufgestiegen, aber aus Respekt nicht hineingegangen. Hier sollten Beine und Schultern stets bedeckt sein.

Immerhin hatte man von oben einen schönen Ausblick auf den Sigiriya Lion Rock.

Danach haben wir uns ein wenig auf der Terrasse vor unserem Zimmer ausgeruht. Dabei wurde uns ein leckerer Tee gereicht.

Luna hat schon ihren neuen Freund vermisst. Der war noch im Kindergarten, kam aber direkt mit Rucksack zu Luna angerannt, um zu spielen.

Nach einer Weile hatten wir aber wieder Hunger und beschlossen, ein Restaurant in 1 km Entfernung aufzusuchen.

Dort angekommen wurden wir wie immer herzlich empfangen. Das Restaurant wird auch von einer Familie mit einem Kleinkind geführt. So hatte Luna einen neuen Spielkameraden, mit dem sie per Bobbycar und Dreirad ein Wettrennen um die Tische machen konnte.

Das Essen war auch hier ausgesprochen köstlich, nur mein Mangosaft war ziemlich abstoßend. Der war aus roher Mango hergestellt. Gewarnt hatte man mich auch. Also selbst Schuld.

Im Anschluss wanderten wir weitere knapp 10 Minuten zum Ortskern, um uns in einem ,,Supermarkt“ mit Wasser und Keksen einzudecken.

Vollbepackt haben wir das erstbeste TukTuk genommen und zurück zur Unterkunft gedüst.

Lunas Eis hat die dreiminütige Fahrt leider nicht überstanden und hat sich vollständig aufgelöst. Das flüssige Milcheis war praktisch überall verteilt.

Zurück auf der Anlage, wurde sich wieder etwas ausgeruht und Luna hat ausgiebig mit den Kindern auf dem Grundstück gespielt. Zwischenzeitlich war sie längere Zeit im Haus der Gastgeber verschwunden. Laut ihren Angaben hat sie dort TV geschaut und Popcorn gegessen.

Auch die Häuser der Oma und ältesten Tochter wurden erkundet. Praktischerweise befinden die sich auf dem gleichen Grundstück und Haustüren gibt es hier nicht.