Heute haben wir aus unseren Fehlern gelernt und uns für ein Selbstversorger-Frühstück entschieden.
Nachdem wir die Route für den heutigen Tag noch einmal genauer geplant haben, ging es auch schon los.

Unser erster Stop für den heutigen Tag war der To-Ji Tempel, der nur wenige Minuten Fußweg von unserer Unterkunft entfernt liegt. Außerdem ist es der Tempel, den wir am Vortag schon beleuchtet gesehen haben.
Am Tempel angekommen, stellten wir fest, dass man hier Eintritt bezahlen muss und wir entschlossen uns, ihn nur von außen zu betrachten.

Danach ging es zum Bahnhof und wir fuhren mit der Bahn zum nächsten Halt: Fushimi Inari-Tanisha. Dies ist der älteste und bekannteste aller Shintō-Schreinen in Kyoto. Das Besondere sind die vielen roten Tore (mehr als 1000!), die auf dem ganzen Gelände zu finden sind. Häufig sitzen vor den Toren steinerne Füchse.








Nachdem wir durch die Tore gewandert sind, ging es auch schon wieder weiter.









Nach weiteren 20 Minuten in der Bahn und einem entspannten Fußmarsch, standen wir vor einem weiteren Tempel. Diesmal war es der buddhistische Tempel Byōdō-in in der Stadt Uji.
Nachdem wir einen Eintritt von 550 Yen pro Person bezahlt haben, durften wir die Tempelanlage betreten.





Der Tempel lag in einem schönen Park und war umgeben von einem kleinen See. Wir genossen ein wenig die malerische Landschaft, bevor wir uns entschlossen, das ansässige Teehaus aufzusuchen.



Da Uji bekannt für seinen grünen Tee ist, konnten wir uns eine Teezeremonie nicht entgehen lassen.





Wir beide bestellten Sencha, Tomas in warmer und ich in kalter Form. Dazu serviert wurden außerdem japanische „Pralinen“. Nach dem der Tee exakt zubereitet wurde, machten wir uns an die Verköstigung. Voller Vorfreude nahmen wir einen Schluck, nur um dann festzustellen, dass der Tee wie zwei Wochen getragene Socken, die anschließend ausgekocht wurden, schmeckte. Schnell eine „Praline“ zum neutralisieren in die Lucke geschoben. Leider war diese Köstlichkeit eher vergleichbar mit einem Lehmklumpen.
Wir ließen uns nicht beirren und brühten den Tee weiter auf. Im Verlauf schmeckte Tomas‘ Tee ein bisschen besser, meinen fand ich weiterhin fürchterlich. Naja, aber immerhin haben wir es mal probiert und das Ambiente war sehr nett. Auch wenn ich feststellen musste, dass ich lieber meinen grünen Tee mit Vanille trinke.









Danach hatten wir schon ein kleines Hüngerchen. Leider gab es in dem Viertel irgendwie alles nur mit grünem Tee verfeinert, sodass wir uns entschieden, lieben zu warten. Zu groß war das Trauma.

Unser letzter Stopp für den heutigen Tag war Gion.
Gion war das einstige Vergnügungsvietel und der exklusivste Geishabezirk Kyotos. Auch in der heutigen Zeit trotzt dieser den reichlichen Modernisierungen der Stadt und man kann hier den „Geist des alten Kyoto“ noch spüren.
Auch in der heutigen Zeit trifft man hier noch Geishas. Diese werden hier aber Geiko oder Maiko (Geisha Azubi) genannt. Geishas sind Unterhaltungskünstlerinnen, die in verschiedenen traditionellen Künsten ausgebildet werden, z.B. Kalligrafie, Instrumente spielen usw.
Außerdem müssen sie gute Sängerinnen und Tänzerinnen sein und gute Konversation führen können.


Nachdem wir uns mit japanischem Curry gestärkt hatten, streiften wir also durch das Viertel. Leider waren hier auch einige Shoppingtempel, die das Bild ein wenig trübten. Trotzdem fanden wir einige schöne Seitengassen, die noch einen gewissen Charme hatten.








Leider haben wir keine originale Geisha zu Gesicht bekommen. Durch die Straßen schlenderten eher wieder verkleidete Touristen.

Desweiteren war auch hier wieder ein Tempel zu finden. Diesen betrachteten wir allerdings nur von außen, bevor wir uns durch die vollen Straßen wieder zur Bahn kämpften.



Mal wieder gab es heute eine Premiere. Wir haben aus unerklärlichen Gründen die falsche Bahn genommen und sind irgendwie nicht da gelandet, wo wir eigentlich hin wollten. Naja, glücklicherweise frühzeitig bemerkt und schnell behoben.
Am Bahnhof holten wir uns noch einen kleinen Snack beim goldenen M, bevor es richtung Hotel ging.
