Beim morgendlichen Blick aus dem Fenster erschrak ich kurz. Wo sind die Berge hin? War hier etwa der Zauberer Gellert Grindelwald am Werk? Nein, es waren nur Nebelschwaden, welche die Berge mystisch einhüllen.

Leider regnete es heute Morgen, aber wir ließen uns die Laune nicht verderben. Nach unseren Profiapps soll es nämlich nicht all‘ zu lange anhalten.


Gestärkt vom Frühstück, ging es an die Tagesplanung. Wir einigten uns darauf, die „Gletscherschlucht Grindelwald“ zu besuchen. Diese liegt nur ca. 25 Gehminuten von unserer Unterkunft entfernt. Da es aber weiter regnete, beschlossen wir, die Stecke mit dem Auto zurückzulegen. Selbst auf die Profiapps ist kein Verlass mehr.
Nach fünf Minuten Fahrt, erreichten wir unser Ziel und waren froh, nicht gelaufen zu sein, da die Strecke auch nicht besonders fußgängerfreundlich war.
Nachdem wir den Eintritt von 17 CHF (ermäßigt mit Tourikarte) bezahlt haben, ging es auch schon los. Zu Beginn konnte man noch einige Kristalle begutachten, die allerdings nicht aus diesem Gletscher stammen.


Die Schlucht liegt im „Unteren Grindelwaldgletscher“ und war früher von Gletschereis überdeckt. Man spaziert auf Stegen und bewegt sich durch Tunnel zwischen riesigen Felswänden und tosenden Wassermassen. An den Wänden tropft das Wasser herunter und an einer Stelle kann man sogar Schmelzwasser vom Eiger trinken. Luna fand das alles einmal wieder nicht sehr spannend und nutzte den Ausflug für ein Schläfchen.

























Das Highlight der ganzen Austellung ist aber das „Spiderweb“. Hierbei handelt es sich um eine Netzkonstruktion, die über die Schlucht gespannt wurde und betreten werden kann. Tomas ließ sich das natürlich nicht zweimal sagen.






Nach ca. anderthalb Stunden haben wir den Rundgang beendet und sind wieder zurück zur Unterkunft gefahren. Da das Wetter unverändert schlecht war, haben wir die Zeit in der Wohnung verbracht. Glücklicherweise hielten sich die Bauarbeiten heute im Rahmen.




Wir nutzen die Zeit, um mit Lunchen zu spielen, aber auch um unsere Reise weiter zu planen. Eigentlich wollten wir morgen abreisen, bevor es noch nach Zermatt, Bern und Basel geht. Da Zermatt jedoch autofrei ist und wir dorthin mit der Bahn fahren müssten, entschieden wir uns schweren Herzens, dieses Ziel von unserer Liste zu streichen. Spontan entschieden wir uns dazu, eine Nacht in unserer jetzigen Unterkunft zu verlängern, da das Wetter morgen recht schön werden soll.


Am Nachmittag ließ der Regen nach und wir wagten uns ein wenig hinaus, um unsere Beine zu vertreten und Lebensmittel einzukaufen.
Tomas zauberte uns heute ein leckeres Curry.






