Zum Wochenstart stand heute ein „Reisetag“ auf dem Kalenderblatt.
Nur gut, dass die Reise heute in den benachbarten Ort Grindelwald führt und nur 20 Fahrtminuten in Anspruch nimmt.

Grindelwald ist etwas größer als Lauterbrunnen, ist im Winter bei Skifahrern beliebt und die Nordwand des Eigers ist für Kletterer interessant.
Aber von Anfang an: Da wir sozusagen auschecken durften, wann es uns passte und uns auch in Grindelwald keine Vorgabe gemacht wurde, haben wir nach dem Frühstück noch ein wenig den Ort erkundet.




Wir wanderten ganz hinunter ins Tal, am Bach entlang und an Campingplätzen vorbei.










Im Stadtteil Ey kam sogar zum ersten Mal Sehnsucht an den heimischen Ruhrpott auf.

Luna hielt es heute nicht für nötig zu schlafen, stattdessen versuchte sie Mikropartikel aus der Luft zu fischen. So konnte mal jedenfalls ihre Handbewegungen deuten. Da dies nicht wie gewünscht klappte, schrie sie irgendwann das beschauliche Dörfchen zusammen. Der eine oder andere Student dürfte wahrscheinlich aus dem Bett gefallen sein. Kommt hier bestimmt nicht alltäglich vor, dass die Dezibelzahl die eigene Körpertemperatur überschreitet.
Da die Diva sich nicht beruhigen wollte, gingen wir wieder zurück zu unserem Häuschen und bereiteten unseren Abgang vor.

Nachdem alles verstaut war, ging es auch schon los, um den Katzensprung nach Grindelwald zu bewältigen.
Unsere Unterkunft liegt am Ende des Ortskerns in einem Mehrfamilienhaus im zweiten Stock.
Funfact: Bereits (mindestens) zum dritten Mal liegt unser Domizil unmittelbar neben einem Friedhof!

Schon von weitem wurden wir von unerträglichem Baulärm empfangen. Über unserer Wohnung wird wohl gerade renoviert!
Der Host hat uns zwar darauf hingewiesen, aber mitgeteilt, dass wir davon wahrscheinlich nichts mitbekommen.

Wir sind zwar nicht kleinlich, aber wenn man in der Wohnung -ungelogen- sein eigenes Wort nicht mehr versteht, ist das schon ziemlich grenzwertig.
Sichtlich genervt holten wir die restlichen Sachen aus dem Auto und kamen ersteinmal an.
Nach einer halben Stunde wurden immerhin zumindest die Bohrarbeiten eingestellt. Jetzt konnten wir auch die wirklich schöne Wohnung begutachten. Vor allem der tolle Balkon mit dieser atemberaubenden Aussicht ist wirklich der Knaller.










Die Wohnung heißt übrigens „Marmot“. Daher sind hier überall Murmeltiere in allen Variationen zu entdecken. Die Region um Grindelwald ist bekannt für ihre hohe Murmeltierpopulation. Luna hat jedenfalls schon zwei neue Freunde gefunden. Vielleicht sehen wir ja sogar noch ein echtes!




Wir entschieden, uns heute ein wenig den Ort anzuschauen, etwas einkaufen zu gehen und das schöne Wetter zu genießen.

Und genau das taten wir auch. Grindelwald ist wirklich sehenswert, besonders die großen Berge Eiger, große Scheidegg und Jungfrau sind hier praktisch aus nächster Nähe zu betrachten. In Lauterbrunnen erschienen diese noch wirklich in weiter Ferne.












So zogen wir einmal bis zum Bahnhof am Ende des Ortes und wieder zurück.
Nach einem gefühlten Großeinkauf, kam uns der Rückweg wie ein kilometerlanger Marsch vor. Als dann Luna auch noch wieder verstimmt war, waren wir heilfroh, wieder zurück in der Wohnung zu sein, wo wir uns unser wohlverdientes Mittagessen zubereitet haben.


Luna wurde heute endlich wieder gebadet. Vermutlich macht ihr gerade wieder ein Zähnchen zu schaffen, sodass sie in den letzten Tagen etwas launisch gewesen ist.
Am Abend war sie wieder gut drauf, hat aber erst recht spät in den Schlaf gefunden.



