Nachdem wir ein gemütliches Frühstück im Bett genossen, ging es mal wieder auf Erkundunkstour. Trotzt noch leichter Erkältung, waren wir voller Vorfreude und Tatendrang Hiroshimas Natur, Kultur und Geschichte zu entdecken.
Durch die gute Lage unseres Hotels, konnten wir heute alles fußläufig erreichen. Auch das Wetter meinte es gut mit uns. Die Sonne schien den ganzen Tag und man konnte teilweise ohne Jacke herumlaufen.

Nach einem 20-minütigen Spaziergang, erreichten wir „Shukkeien Garden“. Hierbei handelt es sich um einen japanischen Wandelgarten mit einer beachtlichen Größe von etwa 40.000 m².

Wir betraten hier einen paradiesischen Ort. Bäume mit bunten Herbstlaub waren umgeben von verschiedensten Sträuchern und Pflanzen. Außerdem lag in der Mitte des Gartens ein riesiger Teich, über die viele kleinere und größere Brücken führten. Das Besondere war jedoch, dass der Teich von zahlreichen Fischen besiedelt war.












Vor allem die Kois, die in den unterschiedlichsten Farben leuchteten, haben es uns angetan. Am Eingang konnte man für 100 Yen Futter für die Fische kaufen, was wir uns natürlich nicht entgehen lassen konnten. Leider fanden nur die wenigsten Fische unser Futter interessant genug, um sich dadurch anlocken zu lassen. Naja, wenigstens die Tauben haben sich gefreut.







Wir schlenderten eine Zeit lang durch die friedliche Landschaft und genossen die erstaunliche Ruhe.






Als nächstes ging es weiter zur „Burg Hiroshima“, welche sich auch in einer schönen grünen Parkanlagen befand. Die originale Burg, welche früher Sitz für irgendwelche hohen Herren war, wurde beim Atombombenangriff 1945 zerstört. Die heutige Burg wurde 1958 nachgebaut und dient heute als Museum, in der man etwas über die Geschichte Hiroshimas vor dem Zweiten Weltkrieg erfahren kann. Wir haben uns dazu entschlossen, dass der Anblick von außen genügt.






Danach gönnten wir uns erst einmal ein kleines Päuschen in der Nähe des „Friedensdenkmals“.
Gestärkt ging es auch schon wieder weiter zum „Friedenspark“. Der Park ist über 12 Hektar groß und liegt in der Stadtmitte von Hiroshima. Im Park befinden sich viele Denkmäler, wie z.B. die Friedensglocke.


Auch das Friedensmuseum ist hier ansässig. Diesem haben wir einen Besuch abgestattet. Für einen Eintritt von nur 200 Yen pro Person erwartet einem eine teils interaktive Ausstellung zu der schlimmen Tragödie.
Besonders berührend fand ich die Videos von betroffenen Überlebenden, die schilderten, wie sie diesen fürchterlichen Tag erlebt haben und über die Auswirkungen.
Außerdem gab es eine Ausstellung, bei der originale Kleidung und Überbleibsel ausgestellt waren. Hier wurde bei fast jedem Gegenstand die Geschichte der Besitzers erzählt. Leider muss man sagen, dass diese immer tragisch ausgegangen sind.




Nach unserem Besuch im Museum, ließen wir alles noch mal auf einer Parkbank sacken und genossen die ruhige Atmosphäre an diesen Ort.
Der Friedenspark ist nicht nur ein Ort des Gedenkens und der Trauer. Er ist auch ein Ort des Friedens!
Da nun schon der Abend angebrochen war, schlenderten wir noch ein wenig durch die Gassen, bevor in einem Restaurant einkehrten. Heute gab es Mexikanisch.

Mit vollen Bäuchen, bestaunten wir noch die bunten Lichterinstallationen, die sich über zahlreiche Grünstreifen vor unserem Hotel befinden. Hier war vom Dinosaurier bis hin zum Schneemann alles vorhanden, was das Herz begehrt.















Danach gab es noch den üblichen Einkauf im örtlichen Supermarkt, bevor wir den Abend ausklingen ließen.
