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Eine Reise ins Ungewisse…

Endlich ist es soweit! Heute beginnt unsere Reise, von der ich ja leider kein Plan hatte, wohin sie mich führen wird. Wie ihr ja wisst war da diese Idee, dass jeder sich ein Reiseziel aussuchen darf und es auch komplett alleine planen darf. Naja, eigentlich war es Tomas‘ Idee und ich habe irgendwie zugestimmt. Was mich da geritten hat weiß ich bis heute nicht. Wie sagt man so schön: „Mitgehangen ,mitgefangen“, da musste ich dann wohl durch. Man muss dazu sagen, dass Tomas wirklich ein harter Brocken ist und sich auch keine noch so klitzekleine Information entlocken ließ.

Die einzigen Infos die ich vorher erhielt waren:

  1. Es geht am Samstag um ca. 16 Uhr los.
  2. Kleidung wie für unsere Australienreise.

Wie ihr seht, alles nicht wirklich hilfreich. Aber ich vertraue Tomas ja, dass es was feines wird.

Als wir endlich die Wohnung verlassen haben, habe ich fest damit gerechnet, dass wir Richtung Düsseldorf Flughafen aufbrechen. Das war allerdings nicht der Fall.

Stattdessen steuerten wir die U79 Haltestelle an. Hmm, welches tolle Ziel kann man wohl mit der Straßenbahn erreichen?! Ich fragte nach, ob wir zum Hauptbahnhof fahren, aber erhielt keine Antwort.

Ich sollte aber recht behalten. Dort angekommen, marschierten wir zu Gleis 2 und dort fuhr bereits unser ICE ein. Ziel war der Frankfurter Flughafen. In meinen Kopf beginn es zu rattern.

Kurz nachdem wir einen Platz ergattert haben, gab Tomas mit den Hinweis mal auf dem Blog zu schauen. Gesagt, getan!

Da war die Auflösung! Leider hat er wohl nicht mit den schlechten Erdkundekenntnissen seiner Freundin gerechnet. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich erstmal googlen musste, um welches Land es sich handelt.

SÜDAFRIKA! Wow. Ich war erstaunt, aber irgendwie habe ich auch mit sowas gerechnet, da Tomas schon immer angetan von diesem Land war.

Auf der Zugfahrt erzählte Tomas mir, was wir alles in den nächsten Tagen erleben werden und in mir wuchs die Begeisterung.

Am Frankfurter Flughafen angekommen, mussten wir uns erstmal durch den riesigen Komplex wandern, um bei Lufthansa einchecken zu können. Leider hatten wir Pech mit unseren Sitzplätzen (2 Mittelsitze in einer 4er Reihe), aber das konnte unsere gute Laune nicht trüben. Die restliche verbleibende Wartezeit nutzten wir noch, um etwas zu essen und den Airport zu erkunden.

Unsere Maschine startete mit ca. einer halben Stunde Verspätung. Der Flug verlief problemlos und ich schaute mir noch einmal „Der König der Löwen“ an, um mich in Stimmung zu bringen. Um ca. 11:10 Uhr Ortszeit sind wir in Kapstadt gelandet.

Die Stadt begrüßte uns mit Sonnenschein und bei der Visa-Vergabe wurde Tomas darauf hingewiesen, dass er in seinem Stammbaum mal schauen sollte, ob er niederländische Wurzeln hat.

Danach machten wir uns auf, um mit dem Bus unser Hotel zu erreichen. Wie ihr ja vielleicht noch wisst, stehen wir – seit Australien – Busfahrten im Ausland skeptisch gegenüber. Hier hat es einigermaßen problemlos geklappt, außer dass der Busfahrer vergessen hat, an unserer Haltestelle zu halten, aber die netten einheimischen Mitfahrer haben ihn darauf aufmerksam gemacht.

Das Hotel für unsere ersten 6 Nächte ist das „Daddy Long Legs“. Hier ist jedes Zimmer individuell gestaltet. Unsers soll ein Tonstudio darstellen und hat den Namen „Do not disturb“. Es ist okay, aber irgendwie war es im Internet wohl vielversprechender.

Nachdem wir uns ausgeruht haben, ging es ein bisschen raus um unser „Viertel“ zu erkunden und um was zu futtern. Im „Doppio Zero Restaurant“ haben wir lecker und für „Großstadtverhältnisse“ preiswert gegessen. Danach spazierten wir noch ein bisschen umher, bevor wir den Abend in unserem Hotelzimmer mit ein wenig Reiseplanung ausklingen ließen.