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Über Kanada nach San José

Nachdem wir bereits um kurz nach 6 Uhr aus dem Schlaf gerissen wurden, haben wir in Ruhe unsere restlichen Klamotten eingepackt und das Hotelzimmer recht zügig geräumt.

Am Check-In Counter erwartete uns dann der erste Schockmoment des Tages. So wollte der Rezeptionsheini mal eben den kompletten Inhalt der Minibar berechnen. Dazu muss man sagen, dass wir das Ding gestern ausgeräumt haben, um unsere eigenen Getränke dort lagern zu können. Aber anscheinend ist jedes Getränk mit einem Sensor ausgestattet, der sofort ein Signal an den PC des Hotelpersonals sendet. Hat sich dann aber geklärt und die 50 € wurden wieder von der Rechnung entfernt.

Keine fünf Minuten später waren wir dann auch schon in der großen Halle des Frankfurter Flughafens und konnten uns zur Gepäckabgabe anstellen. Gestern Abend haben wir schonmal schnell online eingecheckt, sodass wir die Boardkarten schon aufm Smartphone hatten, um nicht ständig diesen Lappen aus der Tasche zu wühlen. Außerdem konnten wir uns so schon bequem unsere Sitzplätze für beide Flüge auswählen.

Die Warteschlange vor der Gepäckaufgabe war auch gar nicht so lang. Trotzdem verzögerte sich das Procedere etwas, da so ein Typ vor uns der überrumpelten Dame am Counter noch ne Rose überreichen musste. Ob es zwischen den beiden Liebeskaspern letztendlich noch gefunkt hat, entzieht sich jedoch unserer Kenntnis. Aber kann man durchaus mal machen…

Nachdem wir uns unserer Rucksäcke entledigt haben, ging es noch durch die Sicherheitskontrolle, bei der Kathrin erneut negativ auffiel und zur Sonderkontrolle mitsamt Drogentest antanzen durfte. Auslöser war wohl ein eBook-Reader, den die Kleinkriminelle anscheinend vorher hätte aus ihrem Rucksack hätte auspacken sollte. Nunja, die Beamten müssen ja auch mal ihre Daseinsberechtigung nachweisen. Außerdem hat Kathrin kurz zuvor noch einen Ausweis auf dem Boden vor den Körperkontrollen gefunden, welcher auch schnell wieder seiner rechtmäßigen Besitzerin zugefühert werden konnte.

Noch eine weitere Passkontrollle später, konnten wir uns erstmal ein (überteuertes) Frühstück gönnen und entspannten noch etwas, bevor es zum Gate ging.

Wenig später saßen wir auch schon im Flieger und warteten auf den Start, der sich um wenige Minuten verzögerte.

Die Zeit vertrieben wir uns weitesgehend mit fernsehen, schlafen und die anderen Gäste zu beobachten. Dies hat recht gut geklappt, sodass wir nach knapp acht Stunden ohne besondere Ereignisse unser Zwischenziel Toronto erreichten.

Erwähnenswert ist noch, dass unser Trüffelschwein Kathrin auf der Flugzeugtoilette erneut einen Fund zu verzeichnen hatte. Diesmal handelte es sich um eine goldene Gucci-Damenuhr.

Später sollte dieses Ereignis noch gefühlte 100 Lautsprecherdurchsagen zur Folge haben, da die Besitzerin nicht mehr ausfindig gemacht werden konnte. Aber kann ja schonmal passieren, dass man sowas liegen lässt und nachher nichts mehr davon weiß. Ist mir schon passiert. Mit Bonbonpapier.
Oder waren wir hier einem Schmuggelskandal auf der Spur?! Man weiß es nicht…

Aus dem Flieger raus, stellten wir uns schon auf drölf Passkontrollen und Fragen ein, ob wir terroristische Absichten in Kanada haben. Aber ist wohl doch eher in den USA üblich.

Jetzt blieb die Frage, wie wir uns die knapp fünf Stunden Aufenthalt in der sehr begrenzten Transitzone des Flughafens in Toronto vertreiben sollten. Wir haben dann erst einmal etwas gegessen und uns dann in die Abfluglounge gechillt.

Noch etwas die Beine vertreten, ging es auch schon bald los.
Nur noch fünf Stunden bis wir unser Ziel erreicht haben.
Und die Sehnsucht nach Sonne wird auch immer größer. Schaut man aus den Fenstern des Flughafens, sieht man erst einmal ne fette Schneedecke bei -3°C Außentemperatur.

Der zweite Flug verging auch relativ zügig, obwohl es nicht einmal Bildschirme gab. Also Musik gehört und umhergestarrt. Essen gab es auch nicht und der Flug war ziemlich turbulent.

Mit einer reichlichen Verspätung erreichten wir endlich Costa Rica. Leider gab es ziemlich viel Verkehr, sodass der Flieger vor der Landung noch paar Mal im Kreis fliegen musste.

Am Flughafen SJO angekommen, erwartete uns erst einmal eine riesige Schlange. Leider keine echte, sondern die Warteschlange vor der Immigration Control. Fairerweise miss erwähnt werden, dass diese schneller als gedacht voranging.

Im Anschluss hatten wir ausnhmsweise mal Glück, als unsere Koffer zeitgleich mit uns das Rollfeld passierten, bevor es in die nächste Schlange ging. Erneute Gepäckkontrolle.

Etwa 15 Minuten später konnten wir endlich den Flughafen verlassen. Unser bedtellter Taxifahrer Putu II. (Name geändert, die Red.) nahm uns mit einem riesigen Namensschild in Empfang.

Die Fahrt bis zu unserem Hotel in der Innenstadt dauerte geschätzte 20 Minuten dank der rasanten Fahrweise unseres Putu II.

Im Cityhotel wurden wir freundlich empfangen, konnten schnell unser Zimmer beziehen und warfen uns erst einmal aufs Bett. Die Reisen werden echt immer anstrengender. Aber wir sind ja auch nicht mehr die Jüngsten.