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Tag des Dankes für die Arbeit

Heute ist in Japan ein Feiertag und zwar der „Tag des Dankes für die Arbeit“. Ähnlich wie bei uns am „Tag der Arbeit“ soll an diesem Tag an die Arbeit der Anderen sowie deren Rechte gedacht werden.

Wie waren ein bisschen in Sorge, was uns erwarten wird, da wir nicht wussten, ob heute überhaupt irgendwelche Lokale geöffnet hatten.

Naja, auf ins Getümmel und mal schauen was so los ist.

Als erstes ging es richtung der Bäckerei vom ersten Tag. Hier haben wir zufrieden festgestellt, dass alles so ist wie immer. Nur ein bisschen voller.

Heute haben wir uns an der Selbstbedienungstheke versorgt und das Frühstück auf der Terrasse vor dem Lokal verspeist. Wir hatten Gesellschaft von einigen kleinen Vögeln, die stets auf der Suche nach ein paar Krümeln waren. Um mal ein bisschen was typisch japanisches auszuprobieren, habe ich mir heute zum Frühstück einen „Matcha Latte“ gegönnt. Eigentlich ist Matcha ja eine sehr edle und teure Teesorte, aber irgendwie fand ich, dass es einfach nur nach Heu geschmeckt hat. Eklig!

Danach ging es für uns weiter zum „Sensō-ji“, welcher der älteste und bedeutendste Tempel in Tokyo ist. Der Tempel lag in einer Parkanlage und hier bekam man das ganze Ausmaß des Feiertage zu spüren. Menschenmassen soweit das Auge reicht. Aber nun gut, so haben wir uns Tokyo ja eh vorgestellt. Haben wir endlich das, was wir wollten.

Weiter ging es richtung Osaki. Eigentlich wollten wir hier ein bisschen bei“ Sony“ shoppen. Leider stellte sich heraus, dass hier nur ein Gebäudekomplex war und kein Shop. Naja, noch in bisschen im hiesigen Einkaufszentren gebummelt, ging es schon wieder weiter.

Next Stop: Ginza oder auch Bonzenshoppingmeile. Hier reiht sich eine Nobelmarke an die Nächste. Eine Mischung aus KÖ und KaDeWe, also nix für unseren kleinen Geldbeutel…

Trotzdem haben wir uns ein wenig von den Massen treiben lassen. Naja, das kann man hier wirklich wortwörtlich nehmen. Irgendwie wurden es von Station zu Station immer mehr Menschen (ausgenommen Osaki).

Endlich haben wir hier einen offenen SONY Center gefunden, aber man muss sagen, dass es eher mäßig war. Das einzige Spannende war ein Trend der Zukunft: der Elektrohund!

Langsam machte sich ein leichtes Hungergefühl bemerkbar und wir machten uns auf zum letzten Stop: Shibuya. Da ihr ja alle fleißige Leser seid, wisst ihr ja sicherlich was hier ist und ja heute haben wir die Mega Kreuzung mal voll erlebt. Aber immerhin sind wir nicht verloren gegangen.

Hier waren wir um einen weiteren Punkt von unserer To-Do-Liste abzuhalten: Sushi essen.

Dafür haben wir uns das Restaurant Uobei ausgesucht. Das Tolle an diesem Lokal ist nämlich, dass man sich an einem Tablet bis zu drei Gerichte pro Runde auswählen und bestellen kann die dann automatisch über eine Art Fließband zu einem gebracht werden.

Wir hatten hier mal wieder eine Premiere. Und zwar haben wir das erste mal Sushi gegessen. Es war wirklich sehr interessant. Manches hat sehr lecker geschmeckt, manches eher weniger. Das Witzigste war jedoch, wie Tomas versucht hat Sushi zu essen. Leider hat er seit gestern schon wieder vergessen, wie das mit den Stäbchen war und so war es ein Fest, ihm dabei zuzusehen, wie er versucht, die filigranen Sushistücke aufzuspießen…

Zum Abschluss flanierten wir noch ein wenig durch die grell erleuchtete Einkaufsmeile, bevor wir den Tag mit einem berühmten „Harajuku Crêpes“ abgeschlossen haben. Diese sind hier sehr beliebt, aber leider können wir diese Begeisterung nicht teilen.

Abschließend kugelten wir wieder Richtung Hotel.