Nach einer gefühlt viel zu kurzen Nacht, riss uns unser Wecker um 6 Uhr aus dem Land der Träume.
Nach einem schnellen Frühstück waren wir auch schon startklar und warteten auf unseren Bus, der auch recht pünktlich um 7:15 Uhr auf der Matte stand. Nach einer kurzen Fahrt waren wir an unserem Ziel angekommen: Der Hafen von Cairns!

Am Hafen war ziemlich viel Betrieb, da wahrscheinliche hunderte andere Menschen wie wir, das Great Barrier Reef besuchen wollten.

Das Great Barrier Reef ist das größte Koralleniff der Erde und zählt zum Unesco Weltkulturerbe.
Wir haben uns für eine Exkursion mit “Reef Experience“ entschieden. Nach einigen Minuten Wartezeit wurden wir auch schon von einer freundlichen Mitarbeiterin begrüßt. Diese händigte uns jeweils einen Zettel aus auf dem unter anderem eine Nummer stand: Tomas (Nr. 16) und ich (Nr. 17). Diese Nummern sollten heute unser “Namensersatz“ sein und unsere Aufgabe war es, diese uns einzuprägen. Nach einem kurzen Begrüßungsfoto (AIDA lässt grüßen) ging es an Board. Hier wurden uns direkt Flossen, Schnorchel + Maske sowie Ganzkörperkondom (dieser ist nötig wegen Jellyfish Saison) ausgehändigt.

Danach wurde uns ein fester Sitzplatz zugewiesen, da wohl heute ca. 60 Leute an Board sind. Diese Massen hat man im Verlauf allerdings nicht gemerkt, da es sich auf dem Boot doch ziemlich gut verläuft.


Unsere Tischnachbarn war ein deutsches Paar mittleren Alters. Die Wartezeit überbrückten wir mit dem Ausfüllen der unzählige Fragen auf dem Fragebogen über Gesundheitszustand, Fitness usw. Hier nimmt man es aber ganz genau…
Nachdem alle Formalien geklärt waren, ging es endlich los.

Da die See heute ein wenig unbeständig war, wurden erstmal Reisetabletten verkauft. Ich hab mal direkt zugeschlagen. Man weiß ja nie. Außerdem wurde ein Frühstück, bestehend aus Obst, Tee & Kaffee sowie Brötchen mit Ei und Bacon, serviert.
Nach ca. einer Stunde Fahrt kamen wir am ersten Riff an. Also schnell in das sexy Kondom gehüllt und ab ins kühle Nass.

Das Wasser war etwas wellig, aber es war ganz angenehm. Dann erstmal der Schock: Überall vor unseren Gesichtern schwammen kleine, eigentlich ganz süß aussehende, durchsichtige Quallen. Oh man, hatten wir in unserer Netflix-Serie (72 most Dangerous Animals in Australia) nicht gelernt, dass diese höchst gefährlich sind?! Naja, einfach mal an die Kompetenz des Teams geglaubt und an den Quallen vorbei geschnorchelt.

Die Unterwasserwelt war traumhaft wie immer und so verbrachten wir gefühlt eine Ewigkeit im Pazifik.






Als wir wieder an Board waren, haben wir am Oberdeck in der Sonne gechillt, um unsere Vitamin D-Speicher für das bevorstehende kalte Wetter in Deutschland aufzufüllen.




Danach gab es Essen (das übliche australische BBQ) und dann hieß es wieder “Leinen los“.
Unser zweiter Riff-Stopp war nur wenige Minuten entfernt. Ich traute mich hier nicht in Wasser, aber einfach nur, weil ich so ein Angsthase bin…
Aber Tomas hat alles gegeben und das ganze Riff für uns beide umschnorchelt. Hier war die Quallenplage zu Beginn wohl noch viel extremer, aber insgesamt war das Riff größer, imposanter, facettenreicher und lebendiger als das erste (O-Ton Tomas). Ich hab mir alles aus dem Oberdeck angeschaut.

Nach einer guten Stunde hieß es wieder Abschied nehmen. An Board wurde jetzt noch ein Snack bestehend aus Weißwein, Obst, Käse und Cracker gereicht. Den Wein haben wir uns auch einverleibt (O-Ton Tomas: “Den haben wir schließlich bezahlt“. Ich glaube, er verbringt zu viel Zeit mit meiner Familie). Was für eine Ironie: Vorhin noch Reisetabletten und jetzt ein Glas Wein. Man muss dazu sagen, dass er fürchterlich geschmeckt hat!

Die Rückfahrt empfand ich persönlich, vong Wellengang her, entspannter. Oder war es der Wein? Auf jeden Fall waren wir irgendwann wieder in Hafen. Dort gab es noch ein Abschiedsfoto und ein “High Five“ mit einem Teil der Crew und dann ging es wieder Richtung Hostel.
Hier haben wir uns dazu entschieden, nur noch zu “Chillaxen“ und den Tag entspannt bei Bierchen und Cider ausklingen zu lassen.

Morgen geht es wieder nach Sydney. Bald heißt es Abschied nehmen vom wunderschönen Australien. Tausche 33° Sonne und Meer gegen Schnee und Kälte… Ich mag noch gar nicht daran denken.
