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Mitten im Regenwald

Wir leiteten den heutigen Tag mit einem leckeren Frühstück auf dem sonnigen Balkon ein.

Danach bestätigten wir noch kurz telefonisch die heute geplante Tour. Denn es geht später in den tropischen Regenwald! Wir sind schon ziemlich gespannt, was uns auf dem Tages- und Nachttrip erwartet.

Da wir erst um halb 2 abgeholt werden, bot es sich an, noch einmal zum Shoppingcenter zu latschen. Also machten wir uns ohne uns einzucremen (Leben am Limit!) auf, um uns noch ein wenig umzuschauen und Verpflegung für den Ausflug zu besorgen.

Die Preispolitik ist übrigens mitunter recht skurril. Sind einige Produkte deutlich teurer als in Deutschland, haben wir z.B. eine 20er-Packung Paracetamol für umgerechnet 0,44 € ergattert.

Im Zimmer noch ein wenig ausgeruht, wurden wir auch schon vom abgeholt.

Pünktlich kam der Kleinbus angerollt und unser Tourguide stieg aus, um uns in Empfang zu nehmen. Paul stellte uns kurz den anderen Teilnehmern vor, die bereits im Bus saßen. Außer uns war noch jeweils ein Pärchen aus England und den USA am Start, sodass die Tour mit nur sechs Gästen losgehen konnte.

Auf der Fahrt versorgte uns Paul bereits mit unzähligen Infos rund um die Flora und Fauna des australischen Regenwaldes und der Umgebung.

An unserem ersten Halt konnten wir bereits einige Wallabys auf einer Wiese beim Faulenzen und Rumhüpfen mit unseren erhaltenen Ferngläsern beobachten.

Danach ging es weiter Richtung Regenwald. Die Straße verlief sehr kurvig und stetig bergauf.

Am nächsten kurzen Halt ca. 500m über dem Meeresspiegel hatten wir eine wunderschöne Aussicht über den Regenwald und befanden uns beinahe auf Augenhöhe mit den Wolken.

Dann sind wir zum nächsten Stopp gefahren, bei dem wir uns zum ersten Mal in den Regenwald wagten, wo uns ein wirklich spektakulär anmutender Baum begegnete. Außerdem fanden wir eine Plastiktüte mit Litschis, die erstmal von Paul und Co. verspeist wurden.

Im Anschluss fuhren wir zu einem weiteren Platz, wo wir uns erst einmal heimischen Tee schmecken ließen!

An gleicher Stelle gingen wir dann in den Regenwald, wo wir viel über die hiesigen Pflanzen- und Baumwelt erfahren konnten. Die über 1000 Jahre alten Urwaldriesen sind schon wirklich beeindruckend.

Kathrin durfte sogar die Buschschaukel benutzen!

Danach fuhren wir zu einem unscheinbaren Fluss, um eines der seltensten Tiere Australiens zu suchen. Das Schnabeltier (Platypus).

Leider zeigte sich uns kein Exemplar, sodass wir erstmal weiterfuhren. Auf der Fahrt konnten wir uns auf der Menükarte schonmal ein Abendessen aussuchen. Um halb 7 wollen wir in ein Hotelrestaurant einkehren, um uns fit für den Abend zu machen.

Beim nächsten Halt hielten wir Ausschau nach einem weiteren extrem seltenen Tier. Das Baumkänguru! Selbst einige Australier zweifeln seine Existenz an, da sie nur sehr schwer zu Gesicht bekommen sind.

Nach einigen Minuten intensiver Suche, haben wir jedoch sogar gleich zwei Baumkängurus entdeckt. Hochoben im Baumwipfel ließen sich die Tiere allerdings nur sehr beschwerlich und mithilfe des Fernglases beobachten.

Danach fuhren wir noch einmal zurück, um vielleicht doch noch den Platypus zu sehen. Aber leider war die Suche wieder erfolglos. Die Schnabeltiere tauchen nur für sehr kurze Zeit auf an die Wasseroberfläche, um dann wieder für 30-45 Sekunden vollständig abzutauchen.

Etwas enttäuscht fuhren wir dann aber zu einem anderen Fluss. Eine gute Entscheidung, denn unter einer Brücke, kam tatsächlich ein Platypus genau in dem Moment, wo wir den Pfad passierten, entlanggeschwommen. 2-3 Mal konnten wir ihn für wenige Sekunden betrachten, bevor er davonschwamm. Doch noch Glück gehabt!

Ein gutes Timing, da es schon bald Essen gab. Das Hotelgebäude besteht schon seit 1905 und ist wirklich schön hergerichtet. Zügig wurde das wirklich hochwertig und leckere Essen aufgetischt.

Noch am Tisch zeigte uns Paul die Tiere, die wir im Anschluss auf unserer Nachtwanderung suchen möchten.

Mittlerweile ist es wirklich ziemlich dunkel geworden. Wir hielten irgendwo am Straßenrand und ging entlang des Highways, gesichert mit einer Warnweste. Autos fahren hier aber sowieso so gut wie keine, sodass dies kein Problem war. Paul hatte eine Grubenlampe auf dem Kopf und konnte somit in den Wald leuchten und Tiere aufspüren.

Zuerst sahen wir einige interessante Eidechsen, ehe uns das erste Opossum mit seinen riesigen, funkelnden Augen anstrahlte.

Wir sahen ziemlich viele verschiedene Opossums, teilweise sogar mit Nachwuchs.

Außerdem konnten wir Flughunde, Weißschwanzratten und sogar eine große, giftige Schlange bewundern!

Es hat sich also definitiv gelohnt!

Der Rückweg hatte gefühlt noch mehr Kurven zu bieten, sodass wir uns beide gegenseitig zuhause gestanden haben, dass uns während der Fahrt übel geworden ist…

Nun aber schnell ins Bett In 9 Stunden startet die nächste Tour. Dann soll endlich das legendäre Great Barrier Reef erkundet werden!