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Nächster Halt: Ninh Binh

Ratter, ratter, ratter… Die sanften Geräusche des Zuges weckten uns auf. Nein, Quatsch! Ganz so romantisch war es dann doch nicht. Der Zug war ziemlich laut und wackelte hin und her. Aber immerhin konnten wir ein paar wenige Stunden schlafen. Die Kinder dagegen haben komplett durchgeschlafen und Leo musste sogar geweckt werden. 

Nachdem das Zugfrühstück verspeist wurde, genossen wir noch die letzten Stunden der Zugfahrt. Nach 12,5 Stunden Fahrt erreichten wir dann um kurz nach 9 Uhr unser Ziel: Ninh Binh!

Am Bahnhof angekommen konnten wir auch schnell in unser Grab steigen. Dies brachte uns dann, nach 15 Minuten Fahrzeit, an unser endgültiges Ziel: Tam Coc. 

Ninh Binh, eine Provinz im Norden Vietnams, beeindruckt mit ihrer atemberaubenden Landschaft aus Kalksteinfelsen, üppigen Reisfeldern und verschlungenen Flussläufen. Besonders bekannt ist die Region Tam Coc, oft als „Halong-Bucht auf dem Land“ bezeichnet, wo Besucher auf kleinen Ruderbooten durch ein Labyrinth aus Höhlen und Karstformationen gleiten können. Die ruhige, fast mystische Atmosphäre, kombiniert mit der spektakulären Natur, macht Tam Coc zu einem beliebten Ziel für Naturliebhaber und Fotografen. Auch kulturell hat die Gegend einiges zu bieten – darunter historische Tempel und Pagoden, die von der reichen Geschichte Vietnams zeugen.

Glücklicherweise konnten wir, trotz der frühen Uhrzeit, nach einer kurzen Erfrischung direkt unser Zimmer beziehen. Hier ruhten wir uns kurz aus, bevor wir uns fertig für unsere Erkundungstour machten. 

Auf klapprigen Drahteseln ging es, vorbei an der schönsten Natur, zu den knapp 5 km entfernten Mua Caves. 

Die Mua Caves liegen ganz in der Nähe von Tam Coc und bieten einen der spektakulärsten Ausblicke der Region. Nach dem Aufstieg von etwa 500 steinernen Stufen erreicht man die Spitze des Hangs, von wo aus man ein atemberaubendes Panorama über die Reisfelder, Flüsse und Kalksteinberge genießen kann. Die Höhle selbst ist klein, aber der Aufstieg und die Aussicht machen den Besuch zu einem echten Highlight.

Da die Treppen sehr uneben und steil sind und es teilweise mehr an klettern erinnert, haben wir uns dazu entschieden, dass nur Tomas den Berg hinaufsteigt. Die Kinder und ich erkundeten die Anlage unten. 

Tomas sagt, dass der Aufstieg sehr anstrengend war und mit Kind auf dem Arm nicht machbar wäre. Der Ausblick war wunderschön und es hat sich sehr gelohnt. 

Als Tomas wieder unten war, gab es erstmal einen kalten Kaffee. Danach gingen wir noch durch das Lotusblumenfeld, das sich ebenfalls in der Anlage befand. 

Danach haben wir uns wieder auf den Rückweg gemacht. Wir steuerten noch ein Restaurant in der Nähe an, wo wir mal wieder lecker gespeist haben. 

Nach dem obligatorischen Abstecher zum Mini Markt, ging es erschöpft zurück zur Unterkunft.