Gänsefleisch mal die Rolltreppe nehmen?

Heute wurde etwas länger geschlafen, da wir gestern erst gegen 22 Uhr zuhause waren.

Ganz in Ruhe haben wir uns fertig gemacht und dann die Unterkunft verlassen.

Für unterwegs haben wir ein paar Leckereien beim Bäcker geholt und anschließend die MTR-Station geentert.

Einen kleinen Zwischenstopp haben wir dann noch eingelegt und sind erstmal um 11 Uhr morgens Dim Sums bei One Dim Sums essen gegangen.

One Dim Sum ist ein sehr beliebtes Dim-Sum-Restaurant in Mong Kok, das für gute Qualität zu fairen Preisen bekannt ist. Es hat sogar einen Michelin-Stern erhalten und gilt dennoch als eher unkompliziertes, lokales Restaurant – ohne große Formalitäten.

Hier bekommt man klassische kantonesische Dim-Sum-Gerichte wie gedämpfte Teigtaschen (z. B. mit Garnelen oder Schweinefleisch), Reisrollen (Cheung Fun), gedämpfte Brötchen und viele weitere kleine Spezialitäten. Alles wird frisch zubereitet und traditionell in kleinen Portionen serviert – perfekt zum Teilen.

Das Restaurant ist oft gut besucht, daher kann es zu Wartezeiten kommen. Wir konnten um diese Uhrzeit aber fast direkt rein und haben erstmal acht Gerichte bestellt.

Die Meisten haben lecker bis ganz in Ordnung geschmeckt. Warum Kathrin aber Rindermagen bestellt hat und ich das Papier bei den Dampfbrötchen mitgegessen habe, weiß auch wieder kein Mensch.

Nach noch ein paar weiteren Haltestellen mit der Bahn, einem kurzen Fußweg und einigen Stopps haben wir dann unser Ziel, die Mid-Levels Escalators, erreicht.

Die Mid-Levels Escalators in Hongkong sind eigentlich das längste überdachte Rolltreppen- und Fußgängersystem der Welt. Sie verbinden das Viertel Central mit den höher gelegenen Wohngebieten der Mid-Levels und überwinden dabei steile Straßen auf komfortable Weise.

Morgens fahren die Rolltreppen bergab (für den Pendlerverkehr), ab dem Vormittag wechseln sie die Richtung und transportieren Besucher und Anwohner bergauf. Entlang der Strecke gibt es zahlreiche Cafés, Bars, kleine Geschäfte und Einblicke in das alltägliche Leben der Stadt.

Ganz aktuell ist das Ganze allerdings nicht mehr. Die längste urbane Rolltreppe der Welt ist seit Anfang 2026 der 905 Meter lange Shennü Grand Escalator in Wushan, Chongqing (China). Verdammt!

Die Fahrt ist in mehrere Streckenabschnitte unterteilt und man kann in verschiedenen Stadtvierteln „aussteigen“.

Bis ganz nach oben sind wir nicht gefahren, es hätte einfach keinen Sinn für uns ergeben.

Auf ca. halber Strecke sind wir dann zu einem Tempel gelaufen.

Nach einer kurzen Besichtigung haben die Kinder einen Spielplatz auf der anderen Straßenseite erblickt, wo wir eine kleine Rast eingelegt haben. Also die Erwachsenen…

Weiter ging es dann auf einen langen Fußmarsch zur Peak Tram Station, da wir uns gerne den Victoria Peak anschauen wollten.

Der Victoria Peak ist mit rund 552 Metern der höchste Berg auf Hongkong Island und einer der bekanntesten Aussichtspunkte der Stadt. Von oben hat man einen spektakulären Blick auf die Skyline von Central, den Hafen und – bei klarer Sicht – bis hinüber nach Kowloon und zu den umliegenden Inseln.

Ein echtes Erlebnis ist die Fahrt mit der Peak Tram. Diese historische Standseilbahn ist seit 1888 in Betrieb und bringt Besucher steil den Berg hinauf. Die Fahrt ist nicht nur praktisch, sondern auch ein Highlight: Durch die extrem steile Strecke wirken Gebäude und Bäume während der Fahrt optisch „schief“.

Oben angekommen gibt es Aussichtsplattformen (z. B. im Peak Tower) sowie Spazierwege mit tollen Panoramablicken.

Wir sind allerdings nicht zu den überfüllten und überteuerten View Points gegangen, sondern auf einen verborgenen Trail mit mindestens genauso toller Aussicht und viel weniger Menschen. Zudem alles kostenlos!

Auf dem Weg ist Luna leider noch gestürzt als sie meinte, bergab rennen zu müssen. Zum Glück ist, bis auf ein paar Kratzer, aber nichts schlimmes passiert.


Die Aussicht war wirklich beeindruckend und wir verweilten einige Zeit mit den gekauften Backwaren.

An der Peak Tram Station haben wir dann aber den Bus genommen, um wieder nach unten zu gelangen. Die Tram war ganz schön teuer und sooo toll war es jetzt auch nicht, dass man das Erlebnis zweimal haben muss.

Unten waren wir dann wieder was essen. Und wieder in einem Restaurant, das 11x in Folge mit einem Michelin Stern ausgezeichnet wurde. Die Spezialität des Hauses ist Roasted Goose.

Hier geht alles wie im Taubenschlag zu und man sitzt quasi nur, um kurz zu essen. Danach wird man regelrecht wieder rausgeschmissen.

Das Essen war aber gut. Es gab ne halbe Gans mit Reis und Nudeln für uns.

Danach sind wir nach Hause gefahren und waren nur noch kurz einkaufen.