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Die Frikadelle von Huế

Wir entschieden uns dazu, das Frühstück im Hotel ausfallen zu lassen und stattdessen in ein angrenzendes Restaurant zu gehen. Dort speisten wir wieder einmal vorzüglich und konnten gestärkt in unser neues Abenteuer starten. 

Unser Grab fuhr uns zu unserem heutigen Ziel: Die Kaiserliche Stadt von Huế. 

Die kaiserliche Stadt von Huế, gelegen in Zentralvietnam, war einst das politische, kulturelle und religiöse Zentrum des Landes während der Nguyễn-Dynastie (1802–1945). Sie wurde Anfang des 19. Jahrhunderts unter Kaiser Gia Long erbaut und ist stark von der chinesischen Architektur und der Philosophie des Feng Shui geprägt. Die imposante F̶r̶i̶k̶a̶d̶e̶l̶l̶e̶ Zitadelle, umgeben von einem breiten Wassergraben und dicken Mauern, beherbergt den Kaiserpalast, Tempel, Tore und Wohnbereiche. Obwohl viele Teile der Anlage während des Vietnamkriegs stark beschädigt wurden, sind große Teile erhalten oder restauriert worden. Heute zählt die kaiserliche Stadt von Huế zum UNESCO-Weltkulturerbe und ist ein bedeutendes Symbol vietnamesischer Geschichte und Identität.

Die Anlage war sehr imposant und es gab viel zu entdecken. Glücklicherweise gab es auch immer wieder schattige Plätze, denn es war heute wieder sehr warm. 

Nachdem wir alles besichtigt haben, gab es noch einen kalten Kaffee und einen kurzen Abstecher in die Parkanlage in unmittelbarer Nähe. 

Danach ließen wir uns zu einem Restaurant mit leckeren Huế-typischen Gerichten fahren. Gestärkt ging es erstmal wieder zurück zu Unterkunft, wo wir uns ausruhten und unsere Weiterreise planten. 

Am Abend zog es uns nochmal hinaus, um auf der Walking Street zu schlendern. 

Die Walking Street von Huế ist ein beliebter Treffpunkt für Einheimische und Touristen gleichermaßen. Sie liegt im Herzen der Stadt, in der Nähe des Parfümflusses, und verwandelt sich abends in eine lebendige Fußgängerzone mit Musik, Straßenkünstlern, kleinen Märkten und zahlreichen Cafés, Bars und Restaurants. Besonders am Wochenende herrscht hier eine ausgelassene Stimmung, die das moderne, junge Leben Huếs widerspiegelt und einen spannenden Kontrast zur historischen Atmosphäre der kaiserlichen Stadt bietet.

Heute war allerdings nicht so viel los. Da die Kinder allerdings schon wieder lamentierten, dass sie Hunger haben, entschieden wir uns, nochmal ein Restaurant aufzusuchen. Es gab eine Variation aus Spaghetti Bolognese (die laut Luna aber nicht an die vom Oma Silvia rankommen), Bahn Mi und gegrillte Hähnchenspieße. 

Erschöpft und mit vollen Bäuchen fielen wir danach in unsere Betten.