Das Klingeln unseres Weckers riss uns mal wieder aus dem Schlaf und schlagartig wurde uns klar, dass heute unser letzter Tag in Mohlabetsi und somit auch in Südafrika ist. Glücklicherweise hatten wir vorerst keine Zeit um traurig zu sein, denn es stand noch eine Safari auf dem Programm.
Ein letztes Mal bestiegen wir den Wagen und düsten los in die freie Wildbahn. Glücklicherweise war das Wetter heute besser als gestern Abend. Es ist auch wirklich faszinierend, dass das ganze Wasser, was am Vortag runtergekommen ist, schon fast komplett verschwunden ist. Man sieht einfach wie nötig das Land den Regen hat.
Nachdem wir ein bisschen umhergefahren sind, haben wir die ersten Impalas angetroffen. Danach fuhr Lucky unseren Wagen mal wieder über Stock und Stein und wir entdeckten schon die ersten Geier über uns kreisen. Ich muss sagen, dass diese Gesellen gar nicht so schäbig sind, wie ich sie mir vorgestellt hatte.

Wo Geier sind, muss doch Aas sein, oder? Jetzt merkten wir schnell wo wie waren. Mal wieder bei den Löwen und den Überresten vom Zebra. Ich muss sagen, dass ich verwundert war, wie lange diese von dem Zebra speisen. Doch diesmal war irgendwas anders. Klar, der Gestank wurde von Tag zu Tag intensiver, aber es wartete noch eine Überraschung auf uns. Neben den Löwen, die wir schon kannten, war diesmal noch eine Mama Löwin mit ihren drei Mini Babys dabei. WOW!


Wir beobachteten wie die kleinen ihrer Mama hinterherliefen und miteinander spielten. Es war einfach süß anzusehen. Außerdem war heute wohl auch der Tag, an dem die kleinen Löwen das erste Mal Fleisch verspeisen durften. Ein echtes Highlight.



Es ging weiter vorbei an Impalas, Giraffen und Zebras. Diesmal führte uns der Weg nochmal zum Badeort der Nilpferde. Leider haben sie sich auch heute, trotz des bewölkten Wetters, nicht aus dem Wasser getraut. Aber auch so war es ein wunderschöner Moment, da dieser Ort einfach ruhig und friedlich ist.




Danach gab es die obligatorische Kaffeepause, die heute aber mal nicht wie üblich von Lucky zubereitet wurde sondern von Lea, der jüngsten Teilnehmerin unserer Truppe.
Es ging weiter und unterwegs trafen wir viele von unseren Freunden, die wahrscheinlich sehr traurig waren, dass wir bald abreisen. Als wir unsere Strecke weiter abfuhren sah ich plötzlich etwas im Gebüsch aufblitzen. Ich erkannte sofort, dass es ein Büffel sein muss und mir war klar, dass ich handeln muss. Ich rief Lucky zu und dieser stoppte den Wagen und tatsächlich: Ein junger Büffel kreuzte unseren Weg. Er hielt sich aber nicht lange mit uns auf, huschte schnell weiter auf die andere Straßenseite und verschwand im Gebüsch.





Nach diesem tollen Erlebnis fuhren wir noch ein bisschen durch die Natur und Lucky erzählte uns viel Wissenswertes. Ich denke man wird nie müde, ihm zuzuhören.

Danach hielten wir noch an einem Termitenhügel, um ein Gruppenfoto zu machen. Anschließend bestiegen wir ein letztes Mal den Truck und fuhren wieder zurück in die Lodge.
Auch hier gab es noch ein Abschluss-Fotoshooting und wir verabschiedeten uns von Lucky, der ja heute auch in seine Freiwoche startet.

Nach dem Frühstück mussten wir noch die restlichen Sachen zusammenpacken und uns reisefertig machen. Wir hatten noch ein wenig Zeit zu überbrücken, was wir dazu nutzen, nette Gespräche zu führen.




Um ca. 12 Uhr wurden wir zum Flughafen gebracht. Nach ca. 45 Minuten Fahrt haben wir den wohl kauzigsten Flughafen, den wir je gesehen haben, erreicht.
Nachdem wir eingecheckt haben, haben wir uns mit Eis und Getränken versorgt und ein lauschiges Plätzchen gesucht, wo wir die Zeit verbringen konnten. Es gab leider keine Anzeigetafeln oder ähnliches, man musste darauf hoffen, dass man die Ausrufe mitbekommt, die den eigenen Flug betreffen. Naja, irgendwann sind wir dann durch die „Sicherheitskontrolle“ und uns wurde gesagt, dass unser Flug mal wieder verspätet sei. Keine Ahnung wie lange! Kein Problem, diesmal haben wir noch massig Zeit, um den Anschlussflug nach Frankfurt zu erreichen…


Irgendwann wurde dann endlich unser Flug ausgerufen und es ging mit der gleichen Propellermaschine wie auf den Hinflug Richtung Johannesburg. Der Flug dauerte nur eine Stunde und ich muss lobend erwähnen, dass man sogar was zu Essen und Trinken erhalten hat.

Von Johannesburg haben wir nur den Flughafen kennengelernt. So wurde nochmal ein minderprächtiger Burger verspeist, bevor es durch die Security- und Passkontrolle ging. Ich musste natürlich das volle Programm mit Fingerabdrücken etc. über mich ergehen lassen. Durfte aber im Enddefekt doch ausreisen.

Schnell im „Duty Free Shop“ noch ein Fläschchen „Amarula“ geholt, war der Flieger auch schon bereit zum Abheben. Diesmal waren wir schlauer und haben Sitzplätze reserviert.

Bevor der Flieger in unendliche Höhen aufstieg, konnten wir noch einen Blick auf die Lichter von Johannesburg werfen.

Der Flug war insgesamt sehr wackelig, was mich aber ein wenig an unsere Touren in Luckys Wagen erinnerte…
Nach 10 Stunden Flug sind wir glücklich und wohlbehalten in Frankfurt gelandet. Es folgten noch eine stehende Fahrt im ICE, bevor wir endgültig daheim waren.
