In der Früh machten wir uns auf zum letzten Kapitel unseres kleinen Abenteuers. Cairns!
Cairns ist eine kleine, überschaubare Stadt im Nordosten Australiens im Bundesstaat Queensland. Im Grunde genommen ist die Stadt an sich nicht sonderlich anziehend für Tourismus. Jedoch pilgern trotzdem jedes Jahr Hunderttausende nach Cairns. Aus einem simplen Grund: Das Great Barrier Reef!
Das Riff ist von Cairns aus am besten zu erreichen und so bietet die Kleinstadt massig Tauch- und Schnorcheltouren sowie Helikopterflüge über das Riff an.
Auf der anderen Seite grenzt Cairns direkt an den tropischen Regenwald. Auch dieses Highlight zieht viele Touristen an.
Aber von Vorne: Heute morgen ist es leider etwas hektisch geworden, da wir feststellten, dass wir knapp eine Stunde mit Bus und Bahn zum Flughafen brauchen werden. Und was sich daraus für ein Drama entwickeln kann, wissen wir ja alle bereits.

Schnell die Sachen während des Frühstücks in die Rucksäcke gequetscht und los zur Bushaltestelle. Die Reise zum Flughafen hat erstaunlich reibungslos geklappt, sodass wir wie geplant zwei Stunden vor Abflug einchecken konnten. Bei Kathrin machte sich erneut kurzzeitig Panik breit, da das Terminal zum Selbst-Check-in die Kofferbänder nicht ausdruckte. Aber dafür war ja noch das Personal an der Gepäckaufgabe da…

Der Flug verging wie immer unproblematisch, obwohl es zwischenzeitlich einmal zu mittelschweren Turbulenzen kam. Aber nach knapp drei Stunden sind wir sicher in Cairns angekommen.








Wir waren dann doch früher als erwartet Vorort. Daher mussten wir noch etwas auf unseren gestern Abend noch schnell selbst organisierten Abholservice warten. Der Transfer dauerte aber nur wenige Minuten, sodass wir bald schon vor dem Eingangstor unseres Hostels standen.
Hinein kamen wir um 15 Uhr allerdings nicht, da die Rezeption erst ab 16 Uhr besetzt ist. Daher mussten wir erst ein Rätsel im Stile einer Schnitzeljagd erledigen. In unseren Unterlagen haben wir eine genaue Anleitung gefunden, wie wir auch selbstständig einchecken können. Dazu mussten wir erst einen Code eingeben, um die Eingangstür zu öffnen. Danach geradeaus zu einer Buddhastatue. Hinter der Statue war in einem geheimen Save unser Zimmerschlüssel versteckt. Dazu musste noch ein zweiter Zahlencode eingegeben werden.


Nachdem wir das Rätsel erfolgreich gelöst haben, ging es zu unserem Zimmer. Dies war sehr zweckgerecht und klein, dafür mit Balkon. Wie im Hostel üblich, gibt es nur ein Gemeinschaftsbad auf dem Flur. Mal sehen, wie schnell wir uns daran gewöhnen…





Kurz ausgeruht und die Sachen abgelegt, mussten wir noch „richtig“ einchecken und den ganzen Spaß bezahlen.
Anschließend wollten wir mithilfe eigener Voucher des Hostels günstig was essen gehen.


Nachdem wir es uns in dem netten Restaurant gemütlich gemacht haben und uns bereits ein Gericht ausgesucht haben, kam die Ernüchterung. Wir bekamen eine separate „Backpacker-Karte“, wo 2-3 Snacks draufstanden, für die dieses Angebot gilt. Also schnell wieder abgehauen und weitergesucht.
Ein Einkaufszentrum durchquert, waren wir auch schon auf der Hauptstraße. Da der Hunger immer stärker wurde, haben wir uns dann für einen Italiener auf dem Weg entschieden. Nicht die schlechteste Wahl, wie sich später herausstellte!




Danach noch etwas auf der Flaniermeile spaziert, waren wir auch schon am „Strand“. Eigentlich hat Cairns keinen natürlichen Strand. Auch im Meer kann man nicht wirklich schwimmen, u.a. wegen der vielen Haie und Salzwasserkrokodilen im flachen Gewässer.
Jedoch wurde kurz vor der Küste eine künstliche Lagune zum Baden angelegt. Nette Idee, aber ziemlich touristisch alles. Insgesamt macht Cairns wie erwartet keinen authentischen Eindruck. Alles wurde aus dem Boden gestampft mit viel Glitzer und Kitsch. Trotzdem war die Region um die Küste sehr hübsch, umringt von Felsen, Pelikane die im Watt verweilen und einem schönen Sonnenuntergang.










Nachdem wir das ganze Szenario auf uns haben wirken lassen, ging es noch kurz auf den Night Market. Auch dieser wirkte eher wie aus asiatischen Gefilden kopiert. War trotzdem ganz nett!



Anschließend gab es noch ein Eis und einen Supermarktbesuch auf dem Rückweg. Die Geräuschkulisse in der Dämmerung ist übrigens wirklich skurril. In jedem Baum versammeln sich Tausende von Fledermäusen, die alle kollektiv anfangen zu quiecken. Darüber hinaus gab es noch ein schönes Feuerwerk an der Küste zu bestaunen.


Morgen geht’s weiter…
