Unser Tag startet mit einem mäßig gesunden Frühstück und um 10 Uhr wurde auch schon wieder aus unserem Hotel ausgecheckt. Unser heutiges Ziel heißt Jervis Bay.

Jervis Bay ist eine Bucht im Südosten Australiens. Es ist bekannt für klares Wasser, in dem man gut schwimmen kann, was ja in Australien aufgrund der Hai- und Quallengefahr nicht selbstverständlich ist. Außerdem gibt es hier wunderschöne, weiße Sandstrände.
Einer davon, der Hyams Beach, wurde sogar vom Guinness Buch als Strand mit dem weißesten Sand ausgezeichnet.
Ein weiteres Highlight sind die Delfine und teilweise auch Wale, die man auf Bootsfahrten beobachten kann. Für uns war dieser Ort also perfekt, um hier ein paar Tage zu entspannen.
Unser Ziel wollen wir mit Bahn und Bus erreichen. Wir hatten aber noch ein bisschen Zeit bis unsere Bahn kommen sollte. Also kehrten wir noch in einem gemütlichen Café ein. Der bestellte Cappuccino wärmte gut von Innen, was auch bitter nötig war, denn das Wetter war heute nicht sehr vielversprechend. Graue Wolkendecke, 17° C und Nieselregen.
Hm, so haben wir uns Australien nicht vorgestellt. Naja, aber es kann ja noch besser werden…



Das Bahnticket war erstaunlich günstig. Nur 10,20 AUD für eine Strecke von ca. 140 km.
Irgendwie versteh ich die Preispolitik bei den Bahntickets hier nicht. Naja, wollen wir uns mal nicht beklagen, dass es zu billig ist.
Die Bahnfahrt war angenehm und ereignisarm. Wir mussten nur einmal den Zug wechseln.
Die Züge waren recht leer, sodass wir uns mit unseren Backpacks breit machen konnten.
Die Strecke hatte ein schönes Panorama zu bieten. So ging es vorbei an der Meeresküste und an prächtigen Wäldern. Außerdem war es interessant, durch die Wohngegenden zu fahren. Die Wohnhäuser sind ja schon ganz anders als bei uns.





In Bomaderry angekommen, mussten wir noch ein kurzes Stück (ca. 25 km) mit dem Bus zurücklegen, um Huskisson zu erreichen, die Stadt wo sich unser Hotel befindet. Hier kostete das Ticket 12,40 AUD pro Person.
Busfahren in Australien ist gar nicht so einfach. Es gibt zwar Bushaltestellen, aber irgendwie hält der Bus dort nie. Und wenn man sich nicht auskennt, ist man aufgeschmissen.
Trotzdem haben wir es an unser Ziel geschafft…

Das Wetter ist leider nicht besser geworden und so kamen wir durchnässt beim Check-In an. Hier klappte alles problemlos und da unsere Unterkunft noch ca. 10 Minuten Fußweg entfernt lag, wurden wir von einer freundlichen Mitarbeiterin mit dem Auto gefahren.
Unser “Zimmer“ war eher ein kleines Häuschen mit kleiner Küche und einem eigenen Whirlpool. Das hob unsere Stimmung ein bisschen. Allerdings wurde das Wetter eher immer schlimmer. Aber es nützte nichts, wir mussten noch mal vor die Tür und uns mit Lebensmitteln eindecken.






Pitsche-patsche-nass kamen wir im Supermarkt an, dessen Auswahl eher ernüchternd war. Ein paar Sachen sind aber mitgekommen.



Nass bis auf die Unterwäsche kamen wir dann endlich wieder im “Häuschen“ an. Wir freuten uns schon riesig auf eine heiße Dusche, nur um dann festzustellen, dass es kein heißes Wasser gab.
Schlechtes Essen, mieses Wetter und kalte Dusche. Ihr könnt euch vorstellen, wie unsere Laune war.
Aber auf so einer Reise muss es wohl auch solche Ereignisse geben.

Im Bett lauschten wir noch dem Regen und dem aufkommenden Sturm und hofften auf besseres Wetter für die nächsten Tage (der Wetterbericht verspricht leider was anderes).
