Um kurz vor 6 bimmelte uns der erste Wecker aus unseren Träumen.
Die Kinder wachten glücklicherweise mit guter Laune auf und auch die Erkältungssymptome schienen nicht schlimmer geworden zu sein.

Wir machten uns zügig fertig und konnten noch in Ruhe frühstücken, bevor es an die letzten Vorbereitungen ging.

Pünktlich verließen wir die Wohnung, um zum Bahnhof zu gehen. Unser ICE hatte natürlich knapp 15 Minuten Verspätung. Als er dann aber einfuhr, klappte alles problemlos.



Nach 1h 50 min. sind wir auch schon am Frankfurter Flughafen angekommen. Zu unserem Terminal ging es dann nochmal mit der Flughafenbahn. An unserem Schalter hat sich schon eine riesige Schlange gebildet, sodass wir uns erstmal in Geduld üben mussten.

Als wir endlich dran waren, hat glücklicherweise alles gut geklappt und wir haben unsere Boardkarten erhalten. Bei der Vorgeschichte war das nicht grade selbstverständlich…
Langsam knurrten unsere Bäuche, sodass wir einen Stop bei McDonald‘s einlegten. Diesen kannten wir noch von unserem Vietnamflug und die Kinder konnten vorher noch ein bisschen auf dem Spielplatz toben.


Gestärkt ging es nun durch die letzten Sicherheitskontrollen. Auch hier lief alles problemlos, sodass die Kinder sich noch schnell ihre Reisezeitung kaufen konnten.
Dann ging es auch schon in den Flieger, der ziemlich pünktlich Richtung China abhob.


Der Flug verlief ruhig. Leider habe die Kinder nur relativ wenig geschlafen. Nach 10 Stunden landeten wir dann an unserem ersten Stopp: Shanghai!






Dort angekommen mussten wir erstmal diverse Kontrollen passieren, bevor wir unser finales Terminal erreichten. Hier mussten wir uns nun die nächsten fünf Stunden um die Ohren schlagen.


Wir nutzten die Zeit um zu erkunden, shoppen, essen und Quatsch zu machen.


Irgendwann war es dann endlich soweit und wir durften unseren zweiten Flieger besteigen.
Leo ist noch vor dem Start eingeschlafen und auch Luna fielen zügig die Augen zu. Die nächsten 2,5 Stunden vergingen zügig und endlich haben wir unser Ziel erreicht.



Hongkong begrüßte uns mit grauen Himmel und Regen, aber das konnte unsere Laune nicht trüben.
Die Kontrolle verliefen hier alle zügig, sodass wir schnell unsere Backpacks wieder aufziehen konnten. Noch schnell die nötigen Bahnkarten organisiert, ging es auch schon mit dem Schnellzug in knapp 25 Minuten in die Stadt.

An der Haltestelle „Kowloon Station“ stiegen wir aus, um zu unserer Unterkunft zu laufen. Diese Route haben wir bereits zu Hause recherchiert und sollte knapp 15 Minuten dauern. Leider haben wir nicht damit gerechnet, dass wir in einem Komplex aus Bahnhof, Shopoingcenter und Wohnkomplex gefangen sein werden.
Laut Google Maps war unsere Unterkunft nämlich nicht mehr 1 km entfernt, sondern plötzlich 3 km! Dies lag allerdings nur an dem verwinkelten Gebäude, welches mehrere Ausgänge auf mehreren Etagen hatte.
Wir versuchten unser Glück auf der obersten Etage aber landeten in einem Wohnkomplex. Ok, also wieder zurück. Parallel versuchten wir noch Bargeld zu organisieren, um unsere Metrokarte aufzuladen. Auch dieses Unterfangen gestaltet sich schwieriger als gedacht. Bei der 1. Bank wurden wir weggeschickt und der 2. Automat war defekt.

So irrten wir nun die nächste zwei Stunden durch dieses Gebäude. Wir hatten die glorreiche Idee ein Uber zu bestellen, aber selbst die Fahrer fanden uns nicht.
Kurz vor dem Nervenzusammenbruch schüttelten wir uns ein letztes Mal und schmiedeten einen Plan. Wir gingen erneut zu der Bank, die uns verwiesen hat und es klappte doch Geld abzuheben.
Nun konnten wir endlich unsere Karten aufladen und hatten endlich die Möglichkeit mit dem Bus zu fahren. Durch unser Bustrauma in den letzten Reisen war Tomas berechtigt skeptisch. Also entschieden wir uns dafür, eine anderen Ausgang zu testen und siehe da: Ab hier waren es nur noch 15 Minuten Fußweg zur Unterkunft.

Wir waren gerettet! Juhu! Was in den letzten beiden Stunden schiefgegangen ist, können wir uns nicht erklären. Wahrscheinlich war es eine Mischung aus Matschehirn durch Schlaflosigkeit und verwinkeltem Gebäude.


Nach 28 Stunden haben wir dann endlich unsere Unterkunft erreicht.


Wir ruhten uns kurz aus, bevor es noch einmal kurz raus zum Essen ging. Wir entschieden uns für ein Nepalesisches Restaurant, welches wirklich vorzüglich war.



Erschöpft fielen wir dann nur noch ins Bett.


