Die Nacht gestaltete sich angenehmer als erwartet, so konnten wir gegen 6 Uhr mit neuer Energie in den Tag starten.
Als ich das tolle Freiluftbad betreten habe, habe ich einen umgestoßenen Mülleimer vorgefunden. Ein Anzeichen dafür, dass ein Besucher dort war, wahrscheinlich ein Opossum. Zum Glück ist es nicht zu mir ins Bettchen gekrabbelt.

Um 6.45 Uhr gab es Frühstück, allerdings hatte auch dieses unter einer Opossum-Attacke zu leiden. Laut unserem Guide hatte sich eines dieser Tierchen in der Nacht nämlich unser halbes Frühstücksbrot als Mitternachtssnack ausgesucht. Hoffentlich hat’s geschmeckt…
Für uns gab es dafür zusätzlich Pancakes. Auch nicht schlecht!
Nachdem die Bäuche voll, das Geschirr gereinigt und die ganze Ladung im Bus verstaut war, ging es pünktlich um 7:30 Uhr los.
Unser Ziel am heutigen Tag war der Besuch im “Flinders Chase National Park“.
Wir starteten mit einem langen Spaziergang durch die imposante Landschaft und Mac erklärte uns viel über die hiesigen Besonderheiten. Er zeigte uns z.B. welche Pflanzen die Einheimischen als Medizin verwenden und erklärte uns, was die 3er Regel im Busch besagt (man kann 3 Minuten ohne Sauerstoff, 3 Tage ohne Wasser und 3 Wochen ohne Essen überleben – wobei ich mir letzteres nur schwer vorstellen kann).
Das Gras im Park war recht kurz, das liegt wohl daran, dass Kängurus nur kurzes Gras fressen.
Das Beste waren aber natürlich die Wallabys und Koalas, die wir gefunden haben. Obwohl man sagen muss, dass sie sich doch sehr gut tarnen. Es ist ein Traum diese Tiere in freier Wildbahn zu beobachten. Eine Koalamama hatte sogar ihr Baby dabei.









Weiter ging es zu einem Aussichtspunkt, an dem man eine super Aussicht über das Meer und die Klippe hatte.







An unserem nächsten Halt wurden wir von einem Leuchtturm begrüßt, der diesen Teil der Insel schon seit 1909 schützt.
Nun waren wir also in Admirals Arch angelangt.
Hier erwartet uns eine fulminante Felsformation, an denen sich die gigantischen Wellen des Meeres brechen.
Schaut man ganz genau hin, findet man auf den Felsen diverse neuseeländische Seebären. Dieses Fleckchen Erde ist einfach gigantisch und hat mich sprachlos gemacht, deshalb folgen jetzt lieber ein paar Bilder, da man das nur schwer mit Worten ausdrücken kann.



















Der vorerst letzte Stopp vor dem Lunch waren die Remarkable Rocks. Auch hierbei handelt es sich um bizarre Felsformationen, die sich im Laufe der Jahrhunderte entwickelt haben.
Dadurch, dass wir heute so traumhaftes Wetter hatten, war es uns sogar möglich, diese zu erklettern und uns von allen möglichen Seiten zu fotografieren. Bei all den Sachen, die wir heute und gestern gesehen haben, bin ich immer wieder fasziniert, was für schöne Sachen unsere Erde doch für uns zu bieten hat.














Als nächstes folgte ein Stopp zum Lunch. Es wurden Chicken Wraps serviert, die unter freiem Himmel gleich viel besser schmecken als zuhause.

Langsam wurden die Augen wieder schwer und so kam uns unser letzter Halt auf dieser “Kangaroo Island Tour“ gerade gut gelegen.
Es ging wieder zum Hanson Bay, das wir uns ja gestern schon angesehen haben.
Hier hatten wir nun kurze anderthalb Stunden Zeit, um uns am Strand zu entspannen, zu schwimmen und zu schnorcheln. Das Wasser war richtig eisig, aber trotzdem haben wir uns kurz abgekühlt.
Tomas hat sogar eine kurze Schnorchelrunde gedreht.
Danach wurde noch ein bisschen an unserer Bräune gearbeitet und dann hieß es leider auch wieder Abschied nehmen. Wir mussten nämlich pünktlich um 14:30 Uhr los, um unsere Fähre nicht zu verpassen.


Es folgte eine ca. 1 1/2 stündige Autofahrt zur Fähre, dann mussten wir die faszinierende Insel auch schon verlassen. Nach einer ca. 45-minütigen Fahrt haben wir wieder Festland betreten und uns auf eine erneute gefühlt ewig dauernde Busfahrt Richtung Hotel gemacht.


Nehmt es mir nicht übel, wahrscheinlich habe ich Euch einige kurze Stopps vorenthalten. Obwohl ich den Text direkt am selben Tag schreibe, haben mich die ganzen Eindrücke, die ich heute gesammelt habe, so fasziniert, dass ich bestimmt etwas vergessen habe.
Ich kann jeden von euch, der einmal nach Australien möchte, nur raten, die Insel zu besuchen. Wahrscheinlich waren die zwei Tage noch zu wenig. In der Fähre hing ein Plakat: 7 Areas – 7 Days. Ich glaube auf der Insel wird es einem nie langweilig.
So genug geschwärmt. Morgen kommen wieder neue Eindrücke dazu!
