Heute Morgen herrschte wieder Aufbruchstimmung. Die letzten Sachen wurden in den Backpack gepackt und schon ging es zum Frühstück. Tomas war heute ein wenig angeschlagen, sodass wir relativ zügig mit dem Frühstück fertig waren.

Danach ging es mit all unserem Hab und Gut zum Checkout, wo wir noch ein nettes Pläuschchen mit der Besitzerin hielten.

Wir hatten am Vorabend via der App „Pick Me“ ein Auto vorbestellt, welches uns zum Bahnhof bringen soll. Natürlich war zum angegebenen Zeitpunkt kein Fahrer da. Es ließ sich auch niemand telefonisch erreichen. Gut, dann bestellen wir halt ein neues Auto. Das hat auch geklappt, allerdings hat es ewig gedauert und auch nur, weil unsere Gastgeberin ihm mehrere Minuten erklärte, wo er denn hin muss.
Am Bahnhof angekommen, holten wir unsere Tickets ab und warteten mit einem ausreichenden Zeitpuffer am Gleis. Gefühlt waren wir die einzigen, die wie Packesel bepackt waren. Damit zogen wir wieder die Blicke auf uns.









Leider hatte der Zug etwa 30 Minuten Verspätung, was langsam dazu führte, dass die Kinder immer unruhiger wurden. Schlussendlich fuhr der Zug dann ein und wir fanden auf Anhieb das richtige Abteil. Natürlich mussten die Schaffner dann plötzlich im Ein- und Aussteigeprozess anfangen, jede Sitzbank umzudrehen. Es war ja nicht schon wuselig genug…
Irgendwann war alles verstaut und die knapp 3 1/2 stündige Fahrt ins Hochland konnte losgehen. Leo ist relativ zügig eingeschlafen (leider nur für ca. 30 Minuten) und Luna interessierte sich auch mehr für das iPad als für die malerische Aussicht.










Die Zugfahrt von Kandy nach Ella (in unserem Fall zweigeteilt mit Stop in Nanu Oya) ist für viele Touristen das Highlight ihrer Sri Lanka Reise. Zweimal täglich fährt der Expresszug die 150 km lange Strecke und die Tickets sind schnell ausgebucht. Man fährt vorbei an kleinen Dörfern, wunderschönen Lamdschaften und Teeplantagen. Das alles geschieht in einem gemächlichen Tempo von knapp 40 km/h.







Da es für diese Fahrt nur noch Tickets in der 1. Klasse gab, haben wir diese notgedrungen gebucht. Man fährt eher lieber in der 2. oder 3. Klasse. Dort kann man nämlich die Fenster öffnen und sich den Wind um die Ohren wehen lassen oder sogar an die Zugtüren gehen, die während der gesamten Fahrt geöffnet sind. Das Ticket für die 1. Klasse kostet übrigens 2000 LKR pro Person, also 6 Euro.





Die Zeit verging relativ schnell und schon waren wir in Nanu Oya angekommen. Hier nahmen wir einen der Fahrer, der uns zu unserem knapp 7 km entfernten Hotel brachte.


Unser Hotel ist ein uriges gemütliches Holzhäuschen. Wir ruhten uns ein wenig aus und packten unsere Sachen aus und beschlossen, nur noch im Hotelrestaurant essen zu gehen.









So endete wieder ein spannender Tag.
