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Bye bye Australia

Das Klingeln des Weckers riss uns aus dem Land der süßen Träume. Naja, für mich war die Nacht heute sowieso von vielen Unterbrechungen geplagt. Wahrscheinlich das beginnende Reisefieber…

Da ist er also nun. Unser letzter Tag in Sydney, auf australischen Boden. Heute steht die lange Heimreise an. Aber erst haben wir noch einige Stunden zur Verfügung.

Nach einer Dusche und einem schnellen Frühstück wurden auch schon die letzten Sachen in die Backpacks verstaut. Erstaunlicherweise hat alles noch reingepasst. Auch die vielen tollen Sachen, die ich in Cairns ergattern konnte. Dort gab es wirklich viele tolle Läden, die die Kreditkarte zum Glühen gebracht haben…

 Um 10 Uhr wurde dann wie üblich ausgecheckt und glücklicherweise konnten wir unsere Rucksäcke so lange im Hotel zwischenlagern. Der Flug ging nämlich erst um 20 Uhr.

Sydney wollte sich heute noch mal von seiner prächtigen Seite präsentieren und so zeigte unsere Wetterapp für heute 33 Grad und mehr an. Was also mit der vorhandenen Zeit anfangen?

Unser erster Zwischenstopp war der Park am “Cooks River“, der quasi direkt vor dem Hotel liegt. Hier haben wir ein bisschen die startenden Flugzeuge beobachtet und Tomas hat einen Ibis (und mich) mit Salzbrezeln gefüttert.

Aufgrund der hohen Temperaturen haben wir uns für eine Aktivität in einer kühlen, überdachten Location entschieden. Also ab in den Zug und an der Haltestelle “Town Hall“ ausgestiegen. Nach einem kurzen Fußmarsch waren wir am “Sydney Harbour“ angekommen. Von hier aus kann man zu diversen Bootstouren aufbrechen, im Riesenrad seine Runden drehen, nett im Restaurant an der Promenade essen oder so wie wir ins SeaLife gehen. Vorher musste aber noch eine Stärkung sein.

Das SeaLife besticht nicht nur mit der einheimischen Unterwasserbevölkerung, sondern einmal quer um den Erdball. Außerdem sind hier auch Pinguine zu finden. Beeindruckend waren die zwei Tunnel-Installationen durch die man gehen kann und man dann von allen Seiten von diversen Fischen, Rochen, Seekühen, Haien, Sägefischen usw. umgeben ist

Nachdem wir durch waren, war auch schon wieder Zeit für’s Mittagessen und so sind wir direkt in eines der netten Restaurants an der Promenade eingekehrt.

Mit vollem Bauch ging es nun wieder zum Hotel. Auf den Weg wurde noch Reiseproviant bei Woolworth eingekauft und ein bisschen im Park gechillt. Danach schnell die Backpacks abgeholt und ab Richtung Flughafen.

Da unser erster Flug von Sydney nach Melbourne ging und dieser nicht von “Etihad“, sondern von “Virgin Australia“ durchgeführt wurde, war ich ein bisschen skeptisch, ob mit dem einchecken und so alles direkt so klappt. Aber natürlich verlief alles problemlos, was mich doch sehr beruhigte. Die nette Frau am Schalter versicherte auch das unser Gepäck direkt zu den anderen Flügen “überführt“ wird. Meine anfängliche Anspannung fiel langsam ab und so beunruhigte mich die recht knappe Umsteigezeit von 1 Stunde 25min auch nicht mehr wirklich, haben mir die Flüge mit Jetstar doch gezeigt, dass die “Domestic Flights“ hier recht unproblematisch verlaufen.

“Virgin Airlines“ ist wie “Jetstar“ einer der Billigflieger in Australien, war allerdings auf allen Flügen, die wir gebucht haben immer teurer als Jetstar, weshalb wir uns immer gegen sie entschieden haben.

Das Boarding begann auch planmäßig, so dass wir eigentlich pünktlich startklar waren. Tja, dann kam die Durchsage vom “Captain“ der eine Verspätung von ca. 15 Minuten ankündigte. Hm, ja gut ist blöd dachten wir uns, aber alles noch im machbaren Rahmen…

Nur leider ging es dann trotzdem nicht los, der Captain nuschelte wieder etwas ins Mikrofon, was wir leider kaum verstehen konnten. Jetzt hieß es Nerven bewahren und an das Gute glauben, was mit jeder Minute schwieriger wurde.

Wir sahen unseren Flieger von Melbourne nach Abu Dhabi schon ohne uns losfliegen. Mit ca. 50 minütiger Verspätung hob die Jungfrau dann endlich in die Luft ab. Der Steward versicherte uns, dass man versuche, mit der Maschine in MEL in Kontakt zu treten und darum bittet zu warten, da wir nicht die einzigen mit diesen Anschluss waren.

Als, nach einer gefühlten Ewigkeit, zur Landung angesetzt wurde, kam der Stewart zu uns und sagte, dass die Maschine wartet, wir allerdings sobald die Anschnallzeichen aus sind, direkt mit unseren Sachen zur Tür sollen. Meine Frage, ob es denn weit sei, wurde verneint.

Kaum gingen die Türen auf, hechtete unsere Gruppe los als ob eines dieser todbringenden gefährlichen australischen Tiere hinter uns her wäre und es um Leben und Tod ginge.

Vorbei an Reinigungspersonal, die grade den Boden polierten, an der Sicherheitsschleuse vorgefuscht, schnell durch die (Gott sei dank!) elektrische Passkontrolle und durch den vollen Duty-Free Shop. Denn eigentlich war das Boarding schon lange abgeschlossen.

Tomas legte gut vor. Tja und ich hätte mich am liebsten wie ein Baby auf den Boden geworfen und geheult.

Mit Anfeuerungsrufen von Tomas, dem Gedanken noch ein Tag länger hier in Melbourne rumlungern zu müssen und auf Mutters Weihnachtsplätzchen zu verzichten, habe ich es irgendwie doch ins Ziel geschafft.

Erschöpft, aber glücklich startete der Flieger dann irgendwann, nachdem der Rest eingetrudelt war. Ich dachte mir nur: “Warum, Australien?!“ Aber wahrscheinlich darf ich noch froh sein, denn eigentlich wollte ich mit meinen Birkenstocks fliegen. Dann bräuchte ich wohl keinen Flug mehr sondern eher ein Gips.

Fazit des ganzen ist, dass wir besser keine Umsteigezeit mehr unter 2 Stunden buchen werden. Oder ich vorher noch besser an meiner Kondition arbeiten muss…

Der Flug nach Abu Dhabi verlief unspektakulär. Filme, Musik hören, duseln. Das Übliche halt!
In Abu Dhabi angekommen, konnten wir uns entspannen. Denn hier hatten wir fast 3 Stunden Zeit.

Erst mal was beim Burger King gegönnt, bevor es auch schon wieder weiter ging.

Hach, Abu Dhabi ist für uns schon fast wie zu Hause sein. Es trennen uns “nur“ noch ca. 7 Stunden Flugzeit. Was, wenn man bedenkt, dass wir davor schon über 20 Stunden unterwegs waren, ein Katzensprung ist. Ich gebe euch einen Tipp: Wenn ihr mit “Etihad“ fliegt, hört euch auf jeden Fall die Top 100 Disney CD an, einfach nur ein Träumchen!

Es kam wie es kommen musste! Als wir gelandet sind, wurden unsere Nachnamen im Flieger ausgerufen, mit der Bitte uns beim Bodenpersonal zu melden. Uns war eigentlich direkt klar was los ist. Beim “Fundbüro“ angekommen wurde uns gesagt, dass unsere Backpacks noch in Melbourne seien und frühstens am Samstag in Düsseldorf landen. Wobei wir allerdings nicht mit einer Zustellung vor Montag rechnen sollen.

Noch ein dramatischer Abschluss für diese tolle Reise. Kann der Rucksack halt noch einen Tag länger Urlaub machen…

Als alles geregelt war, ging es raus in den Alltag, der mit hupen und Staus im Verkehrschaos am Flughafen anfing. Aber glücklicherweise wurden wir von Mama und Cadi mit dem Auto aufgesammelt. 

So endet also nun unsere dreiwöchige Reise durch Australien…